Zukunftswissenschaft

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Über das Zukunftswissenschaft-Blog

Hier finden alle Schnipsel und Gedanken ihren Platz, die sonst keinen haben. Wissenswertes, Neues, Unerwartetes, Ideen, kleine Aufreger - und immer mit Zukunft.

Auf die Fähigkeit kommt es an.

Auf=gelesenPosted by K. Christoph Keller 06 Feb, 2011 18:33:34

In der Januar-Ausgabe der VDMA-Nachrichten ist unter dem Titel "Auf die Fähigkeit kommt es an" ein Interview mit mir erschienen, in dem ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudere.

Hier finden Sie das vollständige Dokument.

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Die (vorläufig) beste Einführung in das Systemdenken

Auf=gelesenPosted by K. Christoph Keller 10 Oct, 2010 18:51:35
Systemdenken (engl.: Systems Thinking) ist eine der wichtigsten Grundlagen der Zukunftswissenschaft. Gute einführende Texte sind rar.

Wenn Systemdenken so wichtig ist, wie kann ich es lernen, was gehört dazu? Gibt es keine kurze und leicht verständliche Einführung? So oder ähnlich lautet eine häufige Frage an mich auf die ich keine zufriedenstellende Antwort hatte, bis ich ein Dokument von J. Gharagedaghi entdeckt habe.Seit dem antworte ich: Das Thema füllt Bücher und keines davon deckt alle Aspekte gleichermaßen ab. Für eine leicht verständliche und kompakte Einführung lesen Sie bitte "Systems Methodology - A Holistic Language of Interaction and Design" von J. Gharajedaghi. Dieser englischsprachige Aufsatz von gerade einmal 14 Seiten deckt die wesentlichen Aspekte des Systemdenkens ab, die Sie für problemorientierte Zukunftsstudien brauchen.

Eines kann einem aber weder die Lektüre dieser Einführung noch ein umfassendes Literaturstudium - das Thema Systemdenken füllt einige Regalmeter - ersparen: Systemdenken braucht jahrelange Praxis und Übung. Das bestätige ich als Lehrender und vor allem als Lernender.

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Götz & Weßner. 2010. Strategic Foresight - Zukunftsorientierung im strategischen Management. Wiesbaden, Peter Lang.

Auf=gelesenPosted by K. Christoph Keller 15 Mar, 2010 21:55:02
Dies ist in zweierlei Hinsicht das erste Buch: die erste Rezension im Blog und das erste aus meinem näheren Umfeld. Ich hatte das Vergnügen, in den Jahren 2006 und 2007 beruflich mit Andreas Weßner zusammenzuarbeiten, der in dieser Zeit unter meiner Leitung als Hauptautor für das Trendbuch meines Arbeitgebers fungierte. Die Erfahrungen und Eindrücke aus dieser Zeit gaben Anlass zur einer vertieften, wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Strategic Foresight im Kontext des strategischen Managements. Daraus entwickelten sich zentrale Forschungsfragen für seine Diplomarbeit "Integration von Strategic Foresight und den klassischen Instrumenten des strategischen Managements" sowie das vorliegende Werk.

Im Mittelpunkt stellen die Autoren die Frage die nach der Integrationsfähigkeit von Methoden der Zukunftsforschung und denen des strategischen Managements. Ergänzend zur theoretischen Abhandlung wurde eine Befragung bei renommierten mittelständischen Unternehmen durchgeführt, um praktische Erfahrungen diesbezüglich in der Analyse zu berücksichtigen.

Schlüsselergebnisse

Daß Strategic Foresight das strategische Management sinnvoll ergänzen kann ist, ebenso wie die trotz des erkannten Potentials für die Entwicklung einer umfassenden Zukunftsperspektive noch nicht durchgängig erfolgte Integration in Strategieprozesse sicherlich das am wenigsten unerwartete Ergebnisse dieser Studie. Strategic foresight müsse dafür als ein durchgängiger Prozeß aufgefasst werden, nicht als unterstützende Methode unter anderen.

Hervorzuheben sind die Ergebnisse zur Passfähigkeit der Methodenperspektiven. Diese wird zwar von den Befragten grundsätzlich als unkritisch gesehen, allerdings haben auch nur jene Methoden der Zukunftswissenschaft eingang gefunden, die den Paradigmen der vorherrschenden präskriptiven Schulen des strategischen Managements nicht widersprechen. Allen voran Umfeldanalysen und Szenarien - also Methoden zum Ermessen von Zukunft.

Das im offenen Widerspruch zum Paradigma der strategischen Planung stehende Postulat einer nicht-wissbaren Zukunft durch die Zukunftswissenschaft wird als hemmender Faktor zweiten Ranges identifiziert. Den Schlüssel zu einer weiteren Verbreitung der Ansätze sehen die Autoren in einer mangelnden Passfähigkeit - insbesondere in der fehlenden Quantifizierbarkeit vieler Ergebnisse einer strategischen Vorausschau bzw. in der mangelnden Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit qualitativen - weichen - Daten und den damit verbundenen Schwierigkeiten, Handlungsempfehlungen mit operativem Charakter auszugeben.

Fazit

Unternehmen haben durch die Integration einiger Methoden der Zukunftswissenschaft die Fähigkeit bekommen, Zukunft zu ermessen. Um Zukunft erschaffen zu können ist die Integration der Zukunftsperspektive in die Planungsaktivitäten von Unternehmen notwendig. Diese Herausforderung stellt das vorliegende Werk nochmals deutlich heraus.

Gute Bücher zur Zukunftswissenschaft sind selten, in deutscher Sprache noch seltener. Ich wünsche daher diesem Werk eine wohlwollende Aufnahme.

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